Wessen KI nutzt du?
Newsletter März 2026
Während du das hier liest, bombardieren die USA und Israel den Iran. KI-Systeme von Anthropic und OpenAI halfen dabei, die Ziele zu identifizieren. Die gleichen Unternehmen, deren Chatbots wir täglich nutzen.
Das ist kein dystopischer Roman. Das ist diese Woche.
Was gerade passiert
Das Pentagon — von der Trump-Regierung in „Department of War" umbenannt — hat Rahmenverträge über bis zu 200 Millionen Dollar pro Anbieter mit Anthropic, OpenAI, Google und xAI geschlossen. Ziel: KI in Waffenentwicklung, Geheimdienstarbeit und Gefechtsführung einzusetzen. Als Anthropic sich weigerte, seine roten Linien gegen autonome Waffen und Massenüberwachung aufzugeben, drohte das Pentagon, das Unternehmen als „Lieferkettenrisiko" einzustufen — eine Kategorie, die sonst feindlichen Staaten vorbehalten ist.
OpenAI sprang ein. Sam Altman unterschrieb einen Deal, der dem Militär Zugang zu OpenAIs Modellen auf geheimen Netzen gewährt. Die roten Linien? Stehen im Vertrag. Ob sie durchgesetzt werden? Offen.
Und dann nutzte die CIA amerikanische KI-Systeme, um Irans obersten Führer zu lokalisieren. Israel schlug zu.
Warum uns das betrifft
Jedes Mal, wenn wir ChatGPT oder Claude nutzen, fließt Geld an Unternehmen, die gleichzeitig Militärtechnologie liefern. Das heißt nicht, dass diese Tools schlecht sind. Aber es heißt, dass wir eine Wahl haben.
Hunderte Mitarbeitende bei Google DeepMind und OpenAI haben in offenen Briefen dieselben roten Linien wie Anthropic gefordert: Nein zu Massenüberwachung, Nein zu autonomen Waffen ohne menschliche Kontrolle. Sie schrieben: „We will not be divided." Das verdient Respekt. Aber es ändert nichts daran, wohin das Geld fließt.
Als Grüne stehen wir für Frieden, europäische Souveränität und verantwortungsvolle Technologie. Wenn wir das ernst meinen, müssen wir auch bei KI konsequent sein.
Grünerator Chat ist da
Deshalb veröffentlichen wir heute den Grünerator Chat. Ein vollständiger KI-Chat — vergleichbar mit ChatGPT oder Claude — aber ausschließlich auf europäischen Servern, ohne militärische Verträge, ohne Überwachung, ohne dass deine Daten zum Training verwendet werden.
Was kann der Chat?
- 12 spezialisierte Assistenten für Anträge, Pressemitteilungen, Social Media, Reden und mehr — tippe
/im Eingabefeld - Grüne Quellen durchsuchen mit
@: Grundsatzprogramm, Bundestagsfraktion, Landesverbände, KommunalWiki, Böll-Stiftung und mehr - Websuche für aktuelle Nachrichten und Fakten
- Bildgenerierung direkt im Chat
- Dateien hochladen — PDFs und Bilder als Kontext nutzen
- Quellenangaben mit Zitaten, die du nachprüfen kannst
Der Chat erkennt automatisch, ob du in Parteiprogrammen recherchieren, im Web suchen oder einen Text erstellen willst. Alles in einer Oberfläche, die du von ChatGPT kennst — nur grüner.
Eine ausführliche Anleitung mit allen Assistenten, Quellen und Werkzeugen findest du in der Chat-Dokumentation.
Europäisch. Ohne Kompromisse.
Der Grünerator nutzt Mistral AI aus Frankreich als Hauptanbieter. Alle Daten werden auf Servern der Netzbegrünung in Deutschland gespeichert. Keine US-Server, kein Patriot Act, keine militärische Doppelnutzung. Mit jeder Grünerierung stärkst du die europäische Unabhängigkeit — gerade jetzt wichtiger denn je.
Was du tun kannst
Nutze den Chat. Gehe auf gruenerator.eu/chat und probiere es aus. Tippe /antrag @grundsatz und dein Thema — und erlebe, was grüne KI kann.
Teile diesen Newsletter. Leite ihn an deinen Orts- oder Kreisverband weiter. Je mehr Grüne europäische KI nutzen, desto stärker wird unsere digitale Unabhängigkeit.
Bleib informiert. Die Lage entwickelt sich schnell. Wir werden in den kommenden Wochen weitere Updates zum Chat und neuen Quellen veröffentlichen.
Interessierte können sich jederzeit unter fax.gruenerator.de für diesen Newsletter anmelden.
Viel Spaß beim Grünerieren — jetzt erst recht.
Moritz